Hunden Pullover anziehen will gelernt sein!
Pullover und Shirts sollen beim Hund eng anliegend sitzen, damit sie schützen und wärmen können. Daher müssen sowohl Hund als auch Halter das Anziehen eines Pullovers ohne jegliche Verschlüsse erst lernen.
Damit dein Hund seinen neuen Pulli lieben lernt, solltest du einige Dinge beim An- und Ausziehen beachten.
Wie bekomme ich den Hund in einen eng anliegenden Pullover, ohne ihm die Beine zu brechen?
- Nimm den Pullover in die Hände und drehe den Brustteil nach oben. Fahre dann mit einer Hand in den Kragen, mit der anderen in die Bauchöffnung. Die Daumen bleiben jeweils draußen, um diesen Stoffteil wie eine Strumpfhose zusammenraffen zu können. Nun stülpe dieses geraffte „Stoffband“ wie ein Halsband über den Kopf des Hundes. So ist dein Hund nicht lange in einer „Stoffröhre“, in der er Angst bekommen könnte. Drehe den Pulli nun so, dass sich das Rückenteil tatsächlich auf dem Rücken befindet.
- Lass die Beine deines Hundes zunächst noch in Ruhe und suche im Stoff erst den einen Beinausschnitt. Wenn du ihn gefunden hast, raffe wieder die Bauchöffnung mit diesem Ausschnitt zusammen. Dehne diese Öffnung nun etwas und halte sie fest. Erst jetzt nimm mit der anderen Hand das Vorderbein des Hundes und klappe dieses ganz zusammen. Idealerweise liegt nun die Oberseite der Pfote in deiner Hand, so dass die Krallen vor einem Hängenbleiben geschützt sind. „Schubse“ das Bein dann mit dem Karpalgelenk voran durch die Öffnung und ziehe die Beinöffnung des Pullis ganz über den Ellbogen, so dass das Bein wieder abgestellt werden kann und komplett frei ist. Ebenso verfährst du beim anderen Vorderbein. Bitte niemals mit den Pfoten voran durch die Beinausschnitte!
- Anschließend krempel/ziehe/rolle den Pulli sanft, wieder wie eine Strumpfhose, über die Brust und den Rücken nach hinten. Reiß ihn nicht einfach am Rückenteil nach hinten, da dies dem Hund an der Brust weh tut, vor allem, wenn er dort wenig Fell hat.
- Beim Ausziehen verfährst du in umgekehrter Reihenfolge – achte unbedingt darauf, dass Rücken- und Bauchteil erst ganz (!) nach vorne hinter die Vorderbeine in die Achseln geschoben sind, bevor du die einzelnen, wieder komplett angewinkelten Beine durch die Öffnungen zurückführst. Schütze beim Zurückführen mit der Hand die Krallen des Hundes, damit er nicht mit den Zehen hängenbleiben kann. Schnellere Variante: Manche Hunde lassen es sich gefallen, den Kopf zu senken und den Pulli zuerst über den Kopf nach unten zu ziehen, um dann mit den Beinen aussteigen zu können. Das muss man ausprobieren, ob der Hund damit zurechtkommt.
Man bekommt den Dreh schnell heraus – sowohl als Anziehender als auch als Hund.
Unterschiedliche Materialien – unterschiedlicher Komfort beim An- und Ausziehen
Bitte bedenke, dass sich Softshellpullover in der Halsnaht überhaupt nicht und in den Seitenteilen schlechter dehnen als Pullover aus sehr dehnbarem Material (Fleece, Strickfleece o. ä.). Wir empfehlen daher, nicht mit einem Softshellpullover anzufangen. Wenn Hund und Halter Übung haben, kann man sich aber auch an einen Softshellpulli wagen. Das An- und Ausziehen eines solchen wird mit der Zeit einfacher.
Viel Freude mit deinem Pullover!